Wissen sähen. Erfolg ernten.
Seit Januar 2019 helfen wir zusammen mit unserem Implementierungspartner TechnoServe Kaffeefarmern in der äthiopischen Provinz Sidama dabei, ihre Fähigkeiten als Landwirte zu verbessern. Die Trainings finden in 6 Verwaltungsbezirken im Süden von Äthiopien statt. Auf dem Stundenplan stehen die wichtigsten Grundlagen für den Kaffeeanbau, um sowohl Qualität als auch Produktivität nachhaltig zu erhöhen.

Der Implementierer bei diesem Projekt ist die international für ihre Wirkung ausgezeichnete NGO TechnoServe. Mit mittlerweile 50-jähriger Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und einem kompromisslosen Fokus auf wirtschaftliche Lösungen zur Armutsreduktion entwickelt die Organisation Geschäftsideen für Menschen in Entwicklungsländern und hilft ihnen bei der Umsetzung. So gelingt es den Farmern, aus eigener Kraft ihreEinkommen zu erhöhen und die Lebensumstände zu verbessern. Nur wer die passenden Fähigkeiten und das nötige Wissen hat, kann Herausforderungen selbst angehen und Zusammenhänge erkennen.

Was: Training zum Kaffeeanbau für 50.000 Kleinbauern
Wo: Sidama, Äthiopien
Wann: 2019-2022

Besser geht immer.
Damit die Farmer bei ihrem Training möglichst viel mitnehmen, versuchen wir gemeinsam das Ausbildungsprogramm ständig zu optimieren und testen immer wieder neue Maßnahmen. Unser Ziel ist es, immer wieder innovative Antworten auf alte Fragen zu finden. Wie kann man etwa die Farmer besser dazu befähigen, erlerntes Wissen tatsächlich anzuwenden?

Da für uns die Wirksamkeit der Maßnahmen und Lerneffekte an erster Stelle stehen, lassen wir das Projekt unabhängig evaluieren. Hier arbeiten wir eng mit der Organisation Laterite und dem International Food Policy Research Institute (IFPRI) zusammen.

COVID-19
Seit Anfang 2020 haben wir aufgrund von COVID-19 einige zusätzliche Herausforderungen. Zum einen gilt es, unser Trainingsprogramm an die neuen Gegebenheiten anzupassen und Trainings unter Einhaltung von Hygienestandards abzuhalten. Zum anderen prüfen wir durch mehrere lokale wie auch nationale telefonische Befragungen, inwiefern unsere Gemeinden in Äthiopien von der Pandemie betroffen und damit Lebensgrundlagen gefährdet sind. Schließlich wollen wir rechtzeitig eingreifen und unterstützen.

Wissen, das bleibt.
Eine unserer Trainingsgruppen wird ihre Ausbildung Anfang 2021 abschließen und soll die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten nun langfristig anwenden. Deshalb arbeiten wir auch an Möglichkeiten, die Farmer über das erste Training hinaus zu unterstützen.

Kaffeekirschen trocknen in der Sonne.

Arbeiter bewässert junge Setzlinge in einer Baumschule.

Die Dörfer in der Projektregion sind meist klein und an Markttagen gut gefüllt, wie hier in Aleta Chuko.

Ein Trainer zeigt Farmern spielerisch wie sie am besten ihre Kosten und Ausgaben dokumentieren, um so den Profit zu kalkulieren.

Für gewöhnlich finden Trainings im Freien auf der Farm statt. In der Regenzeit kommt es allerdings auch vor, dass sich Farmer im Haus eines der Gruppenmitglieder zusammensetzen.

Ein Farmer zusammen mit zwei Trainierinnen zeigt die Ergebnisse seiner Arbeit.

Eine Arbeiterin nimmt sich eine Auszeit, um sich die Besucher anzuschauen. Sie ist mitverantwortlich für die Aufzucht von über 100.000 Kaffeesetzlingen, die jedes Jahr vor Ort verteilt werden.

Trainingsteilnehmer diskutieren über ein neues Dokumentationsheft für die Ertragskalkulation.

Alt und neu - In Sidama leben viele Menschen in traditionellen runden Häusern mit einem Strohdach. Über die letzen Jahre wurde diese Bauart allerdings durch einen moderneren Aufbau ersetzt.

Trainingsteilnehmer sortieren frisch geerntete Kirschen nach Qualität.